Pensionsfonds

Gem. § 1b Abs. 3 BetrAVG handelt es sich beim Pensionsfonds um eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die dem Arbeitnehmer oder seinen Hinterbliebenen auf ihre Leistungen einen Rechtsanspruch gewährt.

Die gesetzliche Definition für den Pensionsfonds entspricht derjenigen für die Pensionskasse. Anders als die Pensionskasse ist der Pensionsfonds aber kein Versicherungsunternehmen.

Das Versprechen von Versorgungsleistungen über einen Pensionsfonds ist eine mittelbare Versorgungszusage. Der Arbeitnehmer hat einen unmittelbaren Rechtsanspruch gegen den Pensionsfonds auf Erbringung der Versorgungsleistungen.

Der Arbeitgeber leistet Zuwendungen in Form von Beiträgen an den Pensionsfonds. Diese Zuwendungen sind gem. § 4e EStG unter den dort genannten Voraussetzungen Betriebsausgaben. Die Beiträge des Arbeitgebers an den Pensionsfonds sind bis zu einer Höhe von 4% der jeweils gültigen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung pro Jahr lohnsteuerfrei, wenn die Versorgungsleistungen des Pensionsfonds in Form einer Rente oder eines Auszahlungsplans erbracht werden.

Soweit die Leistungen des Pensionsfonds auf steuerfreien Beiträgen beruhen, sind sie mit dem vollen Betrag lohnsteuerpflichtig.

Für die Fragen der steuerlichen Behandlung in der Aufbau- und in der Leistungsphase beim Arbeitnehmer und beim Arbeitgeber stehen Ihnen die Spezialisten der RINKE Treuhand GmbH gerne zur Verfügung.