01.02.2018

Vorsicht bei EC-Kartenumsätzen in der Kasse

Auch das Jahr 2018 steht im Fokus der Digitalisierung. Prozesse verändern sich, Abläufe werden zunehmend automatisiert. Hier bleibt abzuwarten, inwieweit die Finanzbehörden diese Wandlungen anerkennen, bisweilen sind Zweifel angebracht, ob die Vorzüge auch bei der Finanzverwaltung gewollt sind.


Jüngstes Beispiel: Im Dezember 2017 hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) die regelmäßige Praxis im Umgang mit EC-Kartenumsätzen versagt. Bisher werden diese in der Regel zunächst im (meist elektronischen) Kassenbuch erfasst und zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgetragen. Das BMF sieht in der Erfassung unbarer Geschäftsvorfälle im Kassenbuch einen formellen Buchführungsmangel, bare und unbare Geschäftsvorfälle seien getrennt zu verbuchen. Dies öffnet die Tür für Schätzungen, weil die Buchführung verworfen werden kann. Und das, obwohl die bisher gelebte Kassenführung eine hohe Transparenz und Nachvollziehbarkeit gewährleistet. Dieser Standpunkt in Verbindung mit der im Jahr 2018 erstmals in Kraft tretenden Möglichkeit einer Kassen-Nachschau durch das Finanzamt wirft Fragen auf, insbesondere für Unternehmen mit hohem Umsatzanteil, der über Kassensysteme erfasst wird.

Besonders praxisfreundlich ist diese Auffassung nicht.

Unser Berufsverband versucht, dem entgegen zu treten, wie auch wir Ihre Interessen wo immer möglich mit großem Einsatz vertreten und Ihnen auch gern auf dem Weg in die digitale Welt beratend zur Seite stehen.

Mit besten Grüßen im Namen des RINKE-Teams

ppa. Christine Füssel         ppa. Fabrice Böhner
Steuerberaterin                Steuerberater
0202 2496-298                0202 2496-234


Christine Füssel und Fabrice Böhner, beide Steuerberater und Prokuristen in Wuppertal

Christine Füssel und Fabrice Böhner, beide Steuerberater und Prokuristen in Wuppertal