Handelsbilanz und Steuerbilanz

Die Handelsbilanz dient insbesondere dem Informationszweck für Gesellschafter, Banken und Geschäftskunden. Die Steuerbilanz dagegen ist für Zwecke der Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen maßgebend.

Bisher herrschte bei vielen unserer Mandanten der Wunsch nach einer Einheitsbilanz vor. Spätestens seit der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) kann es jedoch für viele Unternehmen zu Abweichungen zwischen der Handels- und Steuerbilanz kommen. Dies führt dann dazu, dass ab dem Jahr 2010 vielfach zwei Bilanzen erstellt werden müssen, wobei die Steuerbilanz aus der Handelsbilanz abgeleitet wird.

Einige wichtige Abweichungen ergeben sich beispielhaft bei der Abzinsung von Rückstellungen, der Saldierung von Pensionsrückstellungen mit demgegenüber stehenden Aktivposten, z. B. aus Rückdeckungsversicherungen, sowie dem Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände.

Auch durch die Abschaffung der sogenannten umgekehrten Maßgeblichkeit können die Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz weiter auseinanderfallen. So dürfen beispielsweise steuerliche Sonderabschreibungen oder Rücklagenbildungen nicht in der Handelbilanz korrespondierend ausgewiesen werden.

Durch ständige interne und externe Weiterbildungen sind wir auf die vom Gesetzgeber vorgegebenen Herausforderungen bestens vorbereitet und werden Ihre Bilanzen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben unter Berücksichtigung unserer hohen Qualitätsanforderungen für Sie erstellen.

Dabei ist der optimalen Ausnutzung von handels- und steuerrechtlichen Wahlrechten im Sinne der mit Ihnen abgestimmten bilanzpolitischen Vorgaben höchste Priorität beizumessen.